Cairngorms National Park

Hallo Freunde,
heute habe ich eine Runde um den "Cairngorms National Park" gedreht.

(Old Horse Bridge, Carrybridge)

Letzte Nacht war es sehr stürmisch. Das Zelt hat ganz schön gewackelt. So war die Nacht mal wieder unruhig und ich war früh auf den Beinen. Nach einer Dusche, startete der Tag mit einem Besuch der öffentlichen Tankstelle. Anschließend bin ich zum Café "Bean For Coffee" gefahren. Die machen nämlich schon um 7.30 Uhr auf, was für diesen Ort definitiv zu früh ist. Dort habe ich mich für ein "Full English Breakfast", aber ohne Schweinereien, entschieden.


Dazu natürlich einen schwarzen Tee mit Milch. Lecker und frisch gestärkt konnte mich nichts mehr aufhalten.

Ich habe dann noch meinen Provider angerufen. Seit der Fähre habe ich kein Internet auf dem Handy. Das wurde vorsorglich gesperrt. Nun ist es wieder frei geschaltet, Yeah! Endlich unterwegs wieder online. Aber die Geschichte ist einen extra Blog wert.

Zurück zur Straße. Es hat dann auch nicht mehr lange gedauert und der erste Regen begrüßte mich. Dann wurde es auch gleich kälter (8°C). Je höher ich in die Berge kam, um so unangenehmer wurde es. Jetzt rächte es sich auch, dass ich aus vollem Überglück, meine Heizjacke gegen einen normalen Pulli getauscht hatte. Es half nix, ich musste irgendwo anhalten und die Klamotten tauschen. Ganz oben am Paß, wo im Winter wohl ein Skigebiet ist, hatte ein Bistro geöffnet.


Puh, nochmal Glück gehabt. Einen warmen Tee und eine Flasche Wasser waren schnell geholt. War ja nicht viel los, dachte ich. Aber dann kamen mehrere kleine Gruppen von Bikern, denen es wohl ähnlich wie mir, nach einem warmen Ort sinnte. Mein Bike musste leider draußen bleiben, stand aber unter einem Dach.


Das Wetter wurde nicht besser. Vergebens wartete ich auf eine Regenlücke. Es half nix, ich musste weiter. Aber nun war ich besser gerüstet. Die Heizjacke kämpfte gegen den eisigen Wind und spendete ein wenig Wärme, die ich so sehr brauchte.

Wenn man täglich mehrfach beim Fahren geduscht wird, zerrt es an den Nerven. Konnte es nicht mal 24 Stunden ohne Regen auskommen? Das scheint hier unmöglich zu sein. Ich ärgerte mich etwas, weil ich den Plan nicht umgeworfen habe und nicht Richtung Osten nach Aberdeen gefahren bin. Dort schien die Sonne, so zeigte es das Regenradar. Was nützen einem die Highlands, wenn man nichts sieht? Von genießen will ich gar nicht erst reden. Okay, wenn ich Lust auf schönes Wetter im Urlaub gehabt hätte, wäre ich wohl kaum in Schottland gelandet. Aber etwas mehr Sonne und weniger oft Regen wären auch nicht schlecht gewesen. Irgendwann habe ich mich dann doch entschlossen, Richtung Aberdeen zu fahren. Es liegt eben nur auf der total falschen Seite des Nationalparks. Ein Blick auf Google Maps zeigte mir, dass auf dem Weg dahin noch eine interessante Brücke zu sehen gibt. Das habe ich dann auch noch ins Navi programmiert und los ging's.


Nach Aberdeen habe ich es dann aber doch nicht mehr geschafft. Das wäre alles viel zu weit. 200 km Umweg, um mal etwas Sonne zu sehen, schien mir etwas übertrieben, zumal ich schon seit Stunden auf dem Motorrad unterwegs war. Irgendwann setzt dann auch mal die Erschöpfung ein. Also brach ich das Unternehmen ab und erteilte dem Navi die Anweisung, mich direkt zum Campingplatz zu leiten. So wurde ich mit kleinen Nebenstraßen und sonnigem Wetter doch noch für die Strapazen belohnt. Am Ende aber musste es so kommen, dass mich wenige Kilometer vor dem Ziel, der Regen wieder erwischt hat. Mist, dabei war doch alles so schön trocken geworden.

In Ballater angekommen, verhalf ich meinem Bike wieder zu einem vollen Tank. Danach bin ich zum Asiaten gefahren, um etwas zu essen. Leider gab es da nur to go. Okay, macht nix. Habe ich mir irgendwas mit Nudeln mit Hühnchen bestellt und während mein Essen frisch zubereitet wurde, bin ich nebenan in den Supermarkt gegangen und habe mir zwei Bier gekauft. Essen und Bier habe ich dann gut und schnell zum Zelt gebracht. Hier auf der Wiese steht eine Bank und da habe ich mir alles schmecken lassen. Aber was wäre Schottland ohne Regen? Schöner! Kaum hatte ich angefangen, alles hastig in mir reinzustopfen, tröpfelte es von oben. Na super! Zum Glück gibt's ein paar Meter weiter ein Pavillon. Also alles schnell umgezogen und in Ruhe weiter gegessen. Das Nudelgericht war lecker. Könnte noch eins vertragen. Aber fahren geht nicht mehr. Habe schon ein Bier intus. Ich frage mich schon, warum so viele Campingplätze hier keinen Aufenthaltsraum haben. Wäre sicherlich eine nützliche Anschaffung. Wenn ich mich hier so umschaue, dann sind bestimmt 80% der Gäste mit einem Wohnwagen da. Die brauchen natürlich sowas eher nicht. Es gibt natürlich auch keine Küche. Somit müsste man entweder im Zelt oder im Freien kochen. Im Zelt ist es nicht unbedingt so toll, weil dann alles nach Essen müffelt und open Air... Hahaha... Dann wird das Essen sehr wässrig schmecken 😁

Also merken wir, dass es wenig Sinn macht, das ganze Kochgeschirr mitzunehmen, da man es doch nicht nutzen kann. Solange es auch noch einen Asiaten gibt, wird man nicht verhungern.

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